Willkommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten!
Es gibt sie wirklich: Rostrote Felstürme und bizzare Sandsteinbögen, die in der Abendsonne leuchten, jähe Canyons, in deren Abgründen wilde Wasser tosen, gelbbraune Sand- und Steinwüsten, deren einzige Farbtupfer mannhohe Kakteen und seltsam anmutende Baumyuccas sind. Und auch das gibt es wirklich: Indianer, die in butem Federschmuck Tänze aufführen und verwegene Cowboys, die lassoschwingend über Stock und Stein reiten. Western-, Natur- und Werbefilmer werden seit Jahrzehnten von dern flammenden Felsburgen in ihren Bann gezogen. Jeder Kinogänger kennt das "Marlboro County", wo man nach abenteuerlichen Wildwasserfahrten, Mountainbike- und Jeep-Touren über glätte Felswände am Lagerfeuer sitzt und einen erlebnisreichen Tag Revue passieren läßt.
Doch es sind nicht nur die flammenden Felsburgen und Canyons, sondern auch die Hochgebirgszüge der Rockies, deren schneebedeckte Gipfel ebenso im Sonnenlicht gleißen wie die weißen Salzflächen und Gipssanddünen in den einsamen Weiten Utahs oder New Mexicos. Ebenso wie in den Schluchten des Coloradoplateaus oder in den Kakteengärten der Sonorawüste kann man dem Traum von Freiheit und Abenteuer in der Hochgebirgswelt der Rocky Mountains oder im Tonto National Park erleben.
Geschichts- und kulturbeflissene Touristen besuchen die Felsnester und Pueblos, in denen die Vorfahren der heutigen Navajo und Hopi gelebt haben, und sie verfolgen die Spuren von spanischen Kolonisten und anderen europäischen Einwanderern, die sich an vielen Orten im Südwesten niedergelassen haben. Selbstverständlich kann man jene Plätze erkunden, an denen es zur Zeit des Wilden Westens besonders wild zugegangen ist, so beispielweise den Silberbergbauort Tombstone, wo Wyatt Earp auf die Clantons traf und das Goldgräberstädtchen Telluride, wo Butch Cassidy seinen ersten Bankraub beging.
Nach wie vor spielen Gold und Geld eine wichtige Rolle im Südwesten. Man denke nur an die Glitzermetropole Las Vegas oder an deren "kleine Schwestern" Reno und Laughlin. Dass man mit Glücksspiel sehr reich werden kann, haben mittlerweile auch die indianischen Ureinwohner erkannt, die in einigen Reservaten eigene Spielkasinos betreiben.
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