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Amsterdam 2001 |
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4-tägiger Städtetrip |
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| Am 29. Oktober 2001 flogen wir gemeinsam mit unseren Freunden Andreas & Birgit nach Amsterdam. Mit einer Boeing 737-300 ging es in 1 h 50 Min. nach Amsterdam/Schipol. Wir bezogen unsere Zimmer im Best Western Lancaster Hotel an der Plantage Middelaan. Die Koffer wurden ausgeräumt und dann ging es auch schon sofort los mit Sightseeing. Wir kauften uns zwar Fahrkarten für die öffentlichen Verkehrsmittel, jedoch legten wir die meisten Wege zu Fuß zurück. Erster Besichtigungspunkt sollte das Scheepvarts Museum sein. Am Wege dorthin passierten wir Entrepotdok. Eines der beliebtesten Wohnviertel in Amsterdam. Diese aus dem 18. bzw. 19. Jahrhundert stammenden Häuser, dienten einst als Zwischenlager für zollpflichtige Ware, wurden aber Anfang des 20. Jahrhunderts zu Eigentums- und Sozialwohnungen saniert. Wir gelangten schließlich zum Hafen wo wir schon die „Amsterdam“ aus der Ferne erkennen konnten. Ein alter 3-Master aus früheren Zeiten. Wir wanderten alle Decks des Schiffes ab und waren begeistert von der hölzernen Bauweise. Im Schifffahrtsmuseum waren vom Fischerboot bis hin zum Luxusdampfer alle Schiffe ausgestellt. Wahrscheinlich hätte man 2 Tage in dem Museum verbringen können. Wir beschränkten es auf einen Nachmittag. Eine weiterer Fixpunkt eines Amsterdam Besuches ist natürlich eine Fahrt durch die idyllischen Graachten. Tausende Hausboote liegen an den unzähligen Ufern der einzelnen Graachten. Immer wieder gibt es schwierige Manöver für die Kapitäne der Schiffe zu meistern. Wir lehnten uns gemütlich zurück und genossen die angenehme Stimmung an Board unsere Schiffes während wir durch die Herren Graacht gondelten. Immer wieder kann man beobachten wie die Straßen auf einmal durch Hebebrücken unterbrochen werden. Einmal klappte sich sogar unmittelbar vor uns eine Brücke auf. Das Schauspiel dauert so ca. 20 min und kann mitunter vielleicht sogar recht mühsam sein, wenn man nicht als Tourist unterwegs ist. Eine dieser berühmten Brücken Amsterdams ist die Magere Brücke – Magere Brug. Sie befindet sich in der Nähe der Weesperstraat und ist die meist fotografierte Brücke in Amsterdam. Einst war sie eine reine Fußgängerbrücke, wurde 1929 abgerissen und sollte durch eine modernere, elektrische Version ersetzt werden. Der Architekt Mager entschied sich aber das ursprüngliche Modell beizubehalten und so erstrahlte die Magere Brug im Lichterglanz über der Amstel aufs Neue. Weitere Besichtigungspunkte waren Montelbaanstoren und Schreierstroen. Ersterer Turm ist verantwortlich für die Wasserregulierung in den Graachten und die Steuerung der Schleusen. Schreierstoren diente bis 1960 als Sitz des Hafenmeisters. Danach stand er einige Zeit leer und heut befindet sich ein Café inmitten des Turms. Früher verabschiedeten die Frauen der Seeleute ihre in See stechenden Männer vom Turm aus. Daher auch der Name „SCHREIerstoren“. Nicht unweit des Hauptbahnhofs, Central Spoorweg Station befindet sich die liebliche Altstadt Amsterdams. Hier ist zugleich Madame Tussaud´s beheimatet. Natürlich besuchten wir diese Attraktion und waren begeistert von der Ideenvielfalt des Wachsfigurenkabinetts. Man unternimmt nämlich im Inneren eine Zeitreise durch die Geschichte der Stadt. Tolle Idee. Ein Besuch des Vondel Parks sollte auf jeden Fall eingeplant sein. Wir spazierten durch diesen und genossen die Ruhe mitten in der Natur. Weiter ging es zum Rijksmuseum wo sich das berühmte Gemälde „Die Nachtwache“ von Rembrandt befindet. Wir beschlossen aber nicht nur aufgrund eines Bildes ins Innere vorzudringen und begnügten uns mit Fotos von aussen. Fährt man mit der Schnellbahn etwas außerhalb der Stadt so gelangt man zur Amsterdam Arena. Dies ist das neue Stadion von Ajax Amsterdam. Leider gab es an diesem Tag keine Führungen durch das Stadion da gerade ein Liga Spiel am Programm stand. Wir beobachten das wilde Treiben vor dem Spiel und machten ein paar beeindruckende Bilder des Ufo ähnlichen Komplexes. Das Stadion hat 7 Ebenen und bietet mit insgesamt 130.000 m² mehr als 50.000 Zuschauern Platz. Eine Besonderheit der Arena ist die silberne Kuppel die bei geeigneten Witterungsverhältnissen geöffnet werden kann. Ein Pflichtpunkt in einem Amsterdam-Trip sollte der Besuch des Hauses Nr. 263 an der Prinsengraacht sein. Hier versteckte sich die aus Frankfurt geflüchtete jüdische Familie Frank vor den Deutschen. Hier schrieb Anne Frank ihr weltberühmtes, in ca. 60 Sprachen übersetztes Tagebuch, in dem sie vom Leben im Hinterhaus berichtet. Der letzte Eintrag ins Tagebuch stammt vom 1.August 1944. Am 4. August wurden die Versteckten verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Otto Frank, Annes Vater, überlebte als einziger. Anne Frank starb 2 Monate vor Kriegsende im KZ Bergen-Belsen. Unser letzter Besichtigungspunkt war der Amsterdamer Zoo. Von der Vogelspinne bis hin zum Nashorn kann man hier alles bewundern. Der Tierpark erstreckt sich über ein riesiges Areal. Besondere Schwerpunkte des Zoos sind das Aquarium, das mit rund 700 Fischarten über die zweitgrößte Kollektion der Welt verfügt, sowie das Haus der Nachttiere. Natürlich waren wir nicht nur im Dauerstress und eilten von einem Highlight zum anderen. Dazwischen war auch genug Zeit um z.B. Flohmärkte, den Red-Light District und auch noch einige andere typische Amsterdam-Attraktionen zu besuchen. Die 4 Tage vergingen auf jeden Fall wie im Flug und so hieß es Abschied nehmen. Mit einer Fokker 70 der AUA flogen wir zurück nach Wien wo wir nach 1h 45 Min landeten. Wir nahmen einen sehr positiven Eindruck aus Amsterdam mit und werden mit Sicherheit noch einmal hinauf fliegen. Vielleicht in Kombination mit der Käse-Gegend rund um Edam.
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