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Berlin 2000
 
 
Ausflug zur Loveparade mit ein paar Tagen Sightseeing
 
 

Im Zuge der Loveparade 2000 besuchten wir Berlin.

Im Jahr zuvor war Wolfgang schon mit dem Auto knapp 14 Stunden nach Berlin gefahren um das Dance-Spektakel zu besuchen. Natürlich wollten wir uns die Strapazen nicht mehr antun und stiegen um 7:10 Uhr früh morgens in unsere Fokker 70 der AUA. 50 Minuten später setzten wir in Berlin-Schönefeld auf. Wolfgang hatte Zimmer in der Heinrich Heine City Suite reserviert. Das Hotel war sehr nobel und hatte Stil. Die Einrichtung wirkte sehr nostalgisch und ließ keine Wünsche offen. Unsere Freunde fuhren mit dem Auto und so hatten wir einige Zeit uns Berlin anzusehen. Ihre Ankunft war erst für ca. 20:00 Uhr geplant.

Erster Weg war zum Alexanderplatz wo der 365 m Fernsehturm steht. Er ist zugleich das höchste Bauwerk Deutschlands. Was uns sehr verwunderte war die stark geprägte Punk-Szene in Berlin. Allein am Alexanderplatz versammelten sich Dutzende Punks um gemütlich in der Sonne zu sitzen. Wir fuhren hinauf auf die Besucheretage und genossen die wunderschöne Aussicht auf die deutsche Metropole. Wie immer natürlich ein mulmiges Gefühl, wenn man hinunter blickt auf die kleinen Punkte die den Alexanderplatz queren. Wir sollten am Abend noch mal hierher zurückkommen. Nächster Programmpunkt war das Olympia Gelände in Charlottenburg, welches 1936 Schauplatz der XI. Olympischen Spiele war. Wir besichtigten Badeanlagen, das große Olympia Stadion welches bis 2006 komplett renoviert wird, da es WM Schauplatz sein wird. Kurz posierten wir noch vor dem großen antiken Eingang und vor den Tellern der olympischen Fackeln. Dann verließen wir das Gelände und machten uns auf den Weg zum Berliner Dom. Mittels Treppe kamen wir zur Kuppel des Doms, von welcher wir sehr beeindruckt waren. Anschließend gingen wir durch eine Tür ins Freie und umrundeten den Dom in Schwindel erregenden Höhen, von wo aus sich wunderschöne Perspektiven über die umliegenden Gebäude öffneten. Zu Füßen des Doms genossen die Menschen in der Wiese die ruhige Stimmung rund um dieses herrliche Bauwerk. Es war mittlerweile Abend geworden und wir gingen zurück zu unserem Hotel wo um 19 Uhr unsere Freunde ankamen. Wir tätigten noch kleine Einkäufe und machten uns anschließend wieder auf den Weg zum Alexanderplatz wo wir noch einmal auf den Fernsehturm fuhren, wo wir den Sonnenuntergang genießen konnten. Wieder unten angekommen hörten wir die ersten Techno-Klänge. Die ersten tanzlustigen Menschen waren angekommen und brachten sich in Stimmung.
Nach einem abendlichen Spaziergang gingen wir zu Bett um am nächsten Tag fit für den großen Tag zu sein.

Durch das Brandenburger Tor hindurch machten wir uns auf den Weg zur Straße des 17. Junis, wo die große Party bereits im Laufen war. 700.000 Besucher tanzten zu Klängen von DJ Sakin, Kai Tracid, DJ Laigi und viele viele mehr. Im Vorjahr, als Wolfgang ebenfalls das große Spektakel besuchte, waren es unfassbare 1,5 Mio. Menschen. Das Wetter spielte im Jahr 2000 nicht wirklich mit und so war die Stimmung die ganze Zeit über eher getrübt. Erst bei der Abschluss-Kundgebung am Abend kam die berühmte Stimmung auf. Monika Kruse, Pascal Feos und viele andere Berühmtheiten aus der Szene, heizten den tanzhungrigen Menschen, so richtig ein. Viel mehr kann man eigentlich zur Loveparade gar nicht schreiben. Man muss es einfach gesehen haben um es vielleicht ein bißchen verstehen zu können. Vorbei am Bahnhof Zoo kamen wir wieder zurück zu unserem Hotel und sanken sehr müde in unsere Betten.

Am nächsten Tag fuhren unsere Freunde am Vormittag von Berlin Richtung Wien. Wir hatten den ganzen Tag noch Zeit und konnten so noch den berühmten Berliner Zoo besuchen. Um 19 Uhr waren wir wieder an Bord unserer MD-87 und landeten 55 Minuten später wieder in Wien-Schwechat. Wir würden auf jeden Fall noch einmal nach Berlin fahren, da wir lange nicht alles gesehen haben. Die Zeit die uns blieb nutzten wir auf jeden Fall richtig, denn diese Stadt hat sehr, sehr viel zu bieten. Die Loveparade findet ja nicht mehr statt, was aber im Nachhinein betrachtet auch sicherlich nicht mehr der Grund für einen Berlin-Besuch wäre.

In diesem Sinne….. Let them dance!