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Kopenhagen 2006
 
Hinflug
Vor Frue Kirke
Stroget
Kongens Nytorv
Nyhavn
Nyhavn Hotel
St. Albans Kirche
kleine Meerjungfrau
Amalienborg Slot
Rosenborg Slot
Madame Tussaud
Rathaus
Tivoli
Christianborg Slot
Börse
Dom von Roskilde
 
3-tägiger Städtetrip in die dänische Hauptstadt zu Ostern
 
 

Am Samstag, den 15. Apri,l flogen wir mit der Austrian Frühmaschine nach Kopenhagen. Nach einer Flugzeit von 1:30 h landeten wir pünktlich in Kopenhagen. Der Anflug auf die Stadt lässt einen schon die wunderschöne Lage in den Fjorden erahnen. Mit der Bahn fuhren wir in 10 min Fahrzeit zum Hauptbahnhof. Zu Fuß ging es dann zu unserem Hotel. Ein schönes Hotel der Mittelklasse mit toller Lage. Wir räumten unsere Koffer erst gar nicht aus, sondern machten uns gleich auf den Weg in die Stadt welche bequem in 10 min erreicht war. Erste Station war die Vor Frue Kirche. Die Kirche wrude 1829 erbaut und fiel leider Stadtbränden zum Opfer. Neu errichtet, beeindrucken vor allem die übergroßen Statuen der 12 Apostel. Über die berühmteste Einkaufsstraße, die Stroget, spazierten wir zum lieblichsten Meeresarm des Nordens. Wir querten den Kongens Nytorv – ein riesiger Platz vor der Oper - und kamen schließlich zum Nyhavn, ein kleiner Kanal der wie eine Straße ins Herzen von Kopenhagen läuft. An seinen Ufern liegen alte Fischerboote fix verankert und man kann gemütlich in den urigen alten Lokalen die Frühlingssonne genießen. Der Nyhavn ist wohl das beliebteste Fotomotiv der Stadt. Unweit des Nyhavns gelangt man in den eigentlich Hafen von Kopenhagen. Große Passagierschiffe legen hier kaum noch an. Der Hafen hat eine Tiefe von 10 Metern und ist somit um 12 Meter seichter als zum Beispiel der Hafen von Hamburg oder Kiel.

Gemütlich spazierten wir in der warmen Frühlingssonne den ganzen Hafen entlang bis wir schließlich zur wohl berühmtesten Sehenswürdigkeit der Stadt kamen. Die kleine Meerjungfrau. Sie blickt auf den Hafen hinaus und es scheint als würde sie genau aufpassen welche Schiffe einlaufen. Der Weg zurück führte uns durch das Kastellet. Eine Art Burg im Norden der Stadt. Betrachtet man die Festung von oben so gibt sie die Form eines Pentagrams ab. Das Kastellet ist einer der besterhaltensten Festungen im Norden Europas. Wir passierten in weiterer Folge die St. Albans Kirche im Churchill Park. Eine liebliche Kirche in traumhafter Lage.

Unser Weg führte uns weiter zum Amalienborg Slot – Schloss Amalienborg – wo die Königsfamilie wohnt. Wachen stehen an jedem Eingang der 4 Palais welche sich um einen riesigen Platz reihen. Die Königsfamilie zog hier ein, da ihr einstiger Sitz – Schloss Christiansborg – von einem riesigen Brand 1974 vernichtet wurde. Unweit des Amalienborg Slots befindet sich die Marmorkirche. Eine herrliche 45 Meter hohe Kuppel welche um 11 und 15 Uhr besichtigt werden kann. Wir meldeten uns für den Kuppelaufstieg an, ohne zu wissen was uns erwarten sollte. Anfangs steigt man einige Stiegen hinauf, bis zu einer Höhe von etwa 15 Metern. Durch eine Eisentüre stiegen wir ins Innere der Kuppel. Genau gegenüber befand sich die Türe zu unserem weiteren Aufstieg hoch hinauf bis zur Spitze der Kirche. Dies bedeutete, dass wir über einen ca. 50 cm breiten, 15 Meter hohen, von einem ca. 70 cm hohen Gelände geschützten , Weg die Kuppel umrundeten und dabei ins Innere der Kirche blickten. Dies klingt vielleicht nicht so schlimm aber spätestens wenn man ein paar Schritte zurückgelegt hat und sich durch das etwas niedrige Geländer nicht geschützt fühlt, werden die ca. 50 Schritte, zum Gipfel des Mount Everest. Wir waren heilfroh als wir die andere Seite der Kuppel erreichten und machten uns auf den letzten Anstieg bis hinauf zum höchsten zugänglichen Punkt der Marmorkirche. Über alte Eisenstiegen ging es über das Gewölbe der Kuppel durch finstere Räume bis wir schließlich die Spitze erreichten. Die Anstrengung wurde durch atemberaubende Rundblicke belohnt.

Wir waren mittlerweile einige Kilometer durch Kopenhagen spaziert und nahmen zu Guter letzt noch das Rosenborg Slot – Schloss Rosenborg – in Angriff. Trotz des erst beginnenden Frühlings legte sich ein bunter Blumenteppich über die Gärten des Schlosses. Vielen Touristen, aber auch Dänen spazierten durch den herrlichen Park oder genossen einfach die angenehme Wärme der Frühlingssonne. Wir nahmen ebenfalls auf einer Parkbank Platz ließen den Tag Revue passieren. Der botanische Garten – unweit des Schlosses – hatte leider schon geschlossen, sonst hätten wir uns auch diesen noch angesehen, wenngleich er wahrscheinlich noch nicht in voller Pracht blühte. So ging unser erster Tag in der dänischen Metropole zu Ende. Bereits um 20 Uhr fielen wir in die Federn des Mercury Richmond Hotels.

Nach 13 Stunden Schlaf begann unser Tag mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel. Dann marschierten wir sofort los und gingen via Nyhavn – der einen einfach fesselt - zum Charlottenborg Slot. Hier gab es leider nicht sehr viel zu sehen und so machten wir uns auf den Weg zum Christiansborg Slot. Ein wunderschönes Schloss welches der Sitz des dänischen Parlaments ist. Nach einigen Umbauten entstand schlussendlich ein vierflügeliger Rokoko Palast mit Reitbahn, Bibliothek, Hoftheater und Schlosskirche. Hier besuchten wir auch die Stallungen und bewunderten die wunderschönen Pferde des Hofes. Bei der Bibliothek machten wir eine kleine Pause und saßen, ganz allein im wunderschönen Garten zwischen den unzähligen Hecken. Wir verließen das Schloss über die Marmorbrücke, gegenüber des Nationalmuseums. Neben dem Christiansborg Slot befindet sich die einstige Börse. Beeindruckend ist der Turm, welcher von 4 Drachen gebildet wird. Deren Schwanz ringelt sich zu einer Turmspitze – wunderschön.

Über die Knippelsbro querten wir den Inderhavn und gingen zur Vor Frelsers Kirche - Erlöserkirche. Leider fand hier gerade der Ostergottesdienst statt und wir konnten so nicht in das Innere der Kirche gelangen, hatten dafür aber natürlich Verständnis. Das Schöne an dieser Kirche ist wiederum der Kirchturm. Über eine Wendeltreppe die sich außen befindet, gelangt man zur Turmspitze. Der Turm ist 99m hoch und wird von einer goldenen Kugel mit einer darauf stehenden Christus Statue verziert. Die Kirche wurde 1749 – 1752 erbaut. Etwas traurig die Kirche nur von außen bewundern zu dürfen gingen wir zurück zum Nationalmuseum. Bemerkenswert das hier kein Eintritt verlangt wird, bedenkt man dass hier gerade eine Sonderausstellung über die Länder der Erde ausgestellt wird. Wir blieben hier etwa 2 Stunden und beschlossen unseren Tag im berühmten Tivoli, unweit des Museums ausklingen zu lassen. Der Tivoli ist ähnlich dem Wiener Prater, wenngleich der dänische Vergnügungspark etwas sauberer ist und die Besucher weitaus angenehmer wirken. Eintritt in den Park beträgt 10 Euro. Im Park befindet sich ein großer See und viele Attraktionen wie eine Looping Bahn mit doppeltem Looping. Freitags finden hier auch Rockkonzerte statt, auch die Sugar Babes sind diese Woche dort zu Gast. Für jeden Geschmack, für alt und jung gibt es hier alles was das Herz begehrt und das um 10 Euro. Genial. Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch das Hard Rock Cafe Kopenhagen und erfreuten uns der Köstlichkeiten dieses Lokales. So ging auch ein anstrengender aber sehenswerter 2. Tag zu Ende.

Da unser Flug am Montag erst am Abend ging beschlossen wir nach einem Morgenspaziergang einen Zug nach Roskilde zu nehmen. Um 11 Uhr fuhren wir hinauf in die etwa 30 km entfernte Stadt. Hier steht das Unesco Weltkulturerbe. Der Dom von Roskilde. Von dem kleinen Bahnhof spazierten wir gemütlich zum Dom. Hier fand auch gerade eine Messe statt und so konnte der Dom erst ab 12:30 Uhr besichtigt werden. Wir beschlossen hinunter zum Fjord zu wandern und dort eines der besten Wickingermuseen zu besuchen. Der Fjord von Roskilde ist teilweise nur einen Meter tief. Hier befindet sich einer der bedeutendsten Fundorte von Schiffswracks. 1962 fand man 5 Langboote welche im Museum ausgestellt wurden. 1996 wurde das Museum durch weitere 9 Boote erweitert. Eines der Boote ist stolze 36 m lang und ist damit der längste Drachenbootfund überhaupt. Nach einiger Zeit spazierten wir hinauf zum Dom welchen wir dann ganz genau unter die Lupe nahmen. Der Dom wurde im romanischen Stil begonnen und im gotischen Stil umgebaut. Er ist der letzte Ruheort von 20 dänischen Königen und 17 Königinnen. So wurden dem Dom mehrere königliche Mausoleen zugefügt und er veränderte so seine Gestalt mehrmals. Das Kostbarste am Dom ist wohl der vergoldete Flügelaltar und das einzigartige Chorgestühl aus dem Jahre 1420. Wir hielten uns ca. eine Stunde im Dom auf und brachen gegen 15 Uhr wieder in Richtung Kopenhagen auf.

Nach Ankunft holten wir unsere Koffer aus dem Hotel und fuhren schließlich zum Flughafen um unseren Rückflug anzutreten. Pünktlich landeten wir in Wien und waren diesmal mit Austrian sehr zufrieden.