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Lissabon 2006
 
über der iberischen Halbinsel
Rua de Sao José
Tram zum Castelo Sao Jorge
Miradouro Santa Luzia
Veilchen am Miradouro Santa Luzia
Santa Engrácia
Estadio da Luz
Wolfgang & Reinhard im Estadio da Luz
Wolfgang an der Ponte 25 de Abril
 
 
Kurztrip in die Hauptstadt Portugals für das Champions League Qualifikationsspiel (Benfica Lissabon - Austria Wien)
 
 

Im Zuge des Champions League Qualifikationsspiels Benifca Lissabon vs. Austria Wien flog Wolfgang mit einem Freund nach Lissabon. Um 7:00 Uhr morgens ging es in 3:40 Minuten via Zürich nach Lissabon. Die letzten Wolken verabschiedeten sich über den Pyrenäen und so erwartete uns schönes Wetter in Portugal.

Sofort nach Ankunft fuhren wir mit dem Taxi zur Praca Marques de Pombal wo wir unser Hotel, das Best Western Eduardo VII bezogen. Das Hotel liegt sehr gut an der Avenida da Liberdade. Zu Fuß erreicht man zum Beispiel den Rossio in knapp 20 Minuten. Viel Zeit hatten wir leider nicht. Um genau zu sein waren es ein Nachmittag und ein halber Vormittag. Unser erster Weg war zum bekanntesten Platz der Stadt, dem Rossio, der eigentlich Praca Dom Pedro IV heißt.

Einst fanden am Rossio blutige Stierkämpfe oder öffentliche Verbrennungen statt. Später war der Platz Treffpunkt für Literaten. Der Platz eignet sich ideal zum Verweilen und Relaxen in der Sonne. Entspannung war leider für uns (noch) nicht möglich und so fuhren wir mit der urigen alten Tram 12 hinauf Richtung Castelo Sao Jorge. Beim Miradouro Santa Luzia verließen wir die Tram und genossen die ersten Blicke auf den Tejo und die wunderschöne Altstadt Lissabons. Wir blickten hinüber zum Miradouro de Sao Vicente de Fora und über die roten Ziegeldächer der Altstadt. Auf einer Aussichtsplattform genossen wir die angenehme Sonne und die Brise des Atlantiks. Wahrscheinlich würde man dort Stunden aushalten können. Wir mussten jedoch weiter und nahmen erstmals eine Stärkung in Form von Hopfen, Malz und Gerste zu uns. Die Sonne brannte uns auf die Haut und wir genossen die Abwechslung des Alltags in Wien. Unser nächster Weg führte uns hinauf zum erwähnten Miradouro d. Sao Vicente de Fora. Die Terrasse bietet herrliche Ausblicke hinüber zum Castelo Sao Jorge, zum Tejo und auf die weiße Kuppel der Santa Engracia. Die Treppe hinauf sollte ebenfalls bewundert werden. Feinst verzierte Fliesen schmücken den Stiegenaufgang bis zur Terrasse. Wir schlenderten gemütlich durch die alten Mauern und genossen den traumhaften Ausblick.

Nun wollten wir weiter zum Castelo Sao Jorge, doch es stand eine ewig lange Schlange bei der Kassa und so beschlossen wir uns unterhalb der Burg in einen kleinen Garten zu setzen und die angenehme Nachmittagssonne bei gemütlicher Musik und einem guten Glas Bier zu genießen. Uns war klar dass wir in einem halben Tag so und so nicht ganz Lissabon sehen konnten, so gaben wir uns mit dem Gesehenen zufrieden und suchten die Entspannung in den alten Gassen der Atlantikmetropole. Klar haben wir mehr gesehen als die oben genannten 3 Punkte, am Besten unsere Galerie besuchen.

Wir liefen mittlerweile fast 5 Stunden über das Kopfsteinpflaster und die Fußsohlen brannten. Immerhin waren wir seit 3:00 Uhr morgens unterwegs und die Müdigkeit machte sich erstmals bemerkbar. So machten wir uns gegen 18 Uhr auf den Weg Richtung Hotel wo wir uns erfrischten und kurz relaxten.

Eine Stunde später saßen wir im Taxi Richtung Estadio da Luz – das Heimstadion von Benfica Lissabon. Die Erwartungen waren natürlich gedämpft. Die Vorfreude auf die internationale Fußballbühne dafür umso größer. Als wir ins Stadion kamen war uns klar was der Unterschied zwischen Österreich und Portugal bzw. dem Rest der Fußballwelt ist. Wir fühlten uns wie zwei Ameisen inmitten von 59.210 Benfica Fans. Der Stadionsprecher heizte die Stimmung zusätzlich auf und 59.210 Menschen riefen „Benfica“!!!!

Alles lief jedoch gesittet ab und friedliche aber doch ordentliche Stimmung breitete sich im Stadion aus. Wir genossen den, leider schlechten, Auftritt auf der internationalen Fußballbühne. Die Stimmung war einfach grandios und ist, wie so oft, mit Worten nicht zu beschreiben. Nach 90 Minuten stand es 3:0 für Benfica. Friedlich gingen wir zurück zum Hotel und tauschten dabei noch einige nette Worte mit den Fans von Benfica.

Nächtens spazierten wir noch hinunter zum Praca do Comercio. Der Platz wird von den Einwohnern noch immer Terreiro do Paco genannt. Ein riesiger Triumphbogen, Arco Monumental da Rua Augusta, bildet den Eingang zur Baixa. In der Mitte des Platzes blickt König Dom Jose I über den Tejo und wacht über die Altstadt.

Nun ging es zurück ins Hotel wo wir übermüdet schlafen gingen.

Der nächste Tag begann mit einem guten Frühstück im Wintergarten des Best Western Hotels, welcher sich in der letzten Etage des Hotels befindet.

Ein Taxi brachte uns noch zu den Doca de Alcantara wo wir noch die Ponte 25 de Abril von allen Seite fotografierten. Die Brücke hat eine Gesamtlänge von 2.278 m und die Brückenpfeiler messen stolze 190 m. Verankert sind die Pfeiler 82 m unter dem Meeresspiegel. Die Fahrbahn befindet sich beachtliche 70 m über dem Tejo. Ein bisschen erinnert die Brücke an die Golden Gate in San Francisco. Die Brücke verbindet das Stadtviertel Alcantara mit der Stadt Almada am Südufer. Wir setzten uns noch ans Ufer des Tejo und genossen die letzten Sonnenstrahlen bevor es wieder zum Flughafen ging.

Gesagt getan, 2 Stunden später hatten wir schon eingecheckt. Am Flughafen plauderten wir noch mit einigen Spielern und mit unserem Trainer Frenkie Schinkels.

Wir nahmen 1 Stunde später in unserem Swiss Airbus Platz und flogen via Zürich in knappen 3 Stunden wieder zurück nach Wien.

Beeindruckt und doch erholt kamen wir in Wien an wo schon unsere Damen im Ankunftsbereich auf uns warteten. Die Freude über das Erlebte überwiegt auf jeden Fall. Auch wenn man sich doch einige dumme Meldungen in Wien betreffend Spiel am Flughafen anhören durfte. Wir waren dabei und durften die internationale Bühne betreten, das zählt.