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München/Leipzig 2003 |
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Geburtstagsgeschenk für Wolfgang, 4 Tage München, davon 1 Tag Leipzig mit berühmter Everest-Ausstellung |
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| Tag 1: Am 6. Juni 2003 fuhren wir von Wien, über Salzburg, nach München. In 5 Stunden hatten wir die Fahrt hinter uns gebracht und bezogen unser Zimmer. Das Hotel lag im Herzen von München und wartete mit einer Besonderheit auf. Kein Zimmer gleicht dem anderen. So gab es ein Afrika-Zimmer, ein Hawaii-Zimmer, ein Asien-Zimmer, eine Liebesgrotte etc. Wir waren in der Afrika Suite eingebucht. Schlafen durften wir in einem Rattan-Himmelbett. Man merkte die Liebe zum Detail und fühlte sich rundum wohl. In der Früh genossen wir ein reichhaltiges, sehr liebevoll dekoriertes Buffet. Also fährt jemand mal nach München, können wir dieses Hotel sehr empfehlen. In München war unser erster Weg zum Olympiagelände. Das Gelände des Olympiaparks ist wirklich sehr beeindruckend. Schon von weitem kann man den Olympia-Turm mit seinen stolzen 290 m Höhe erkennen. Natürlich fuhren wir sofort den Turm hinauf, von wo aus man einen herrlichen Blick über München und Umgebung hat. Schaut man einfach nur gerade hinunter so kann man in das gelbe Oval des Olympia-Stadions blicken. Wieder unten angekommen spazierten wir vorbei am Schwimmstadion, den künstlich angelegten See ... so kamen wir schließlich an der Spielstätte des FC Bayern München an. Am Vortag fand ein Konzert der Rolling Stones statt und so war der Rasen abgedeckt und die Torkurve von einer Bühne durchzogen. Trotzdem war die Größe des Stadions beeindruckend. Wolfgang nützte die Chance und setzte sich in eine Reihe. Er schloss die Augen und siehe da eine Stimmer ertönte: „Begrüßen wir unseren Torhüter, mit der Nummer 1……Oliver Kahn“ und 69.256 Fans jubelten dem Verein zu. Als er die Augen wieder öffnete wurde er gerade von Christina fotografiert und die Ränge rund um ihn waren leer. Es war trotzdem ein sehr bewegendes Gefühl für einen Hobbyfussballer, an einer Spielstätte zu sein, wo sich schon Mannschaften wie Real Madrid, Manchester United um einen Sieg bemühten. Wir drehten eine Runde ums Stadion und machten Fotos aus den verschiedensten Blickwinkeln. Weiter ging es über einen doch steil ansteigenden Weg auf eine kleine Anhöhe, wo wir dann eine kleine Rast einlegten. Die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel und so war es eigentlich nach kurzer Zeit unerträglich heiß. Vorbei an diversen weiteren sportlichen Stätten ging es zurück zum Parkplatz. Es waren 3 Stunden vergangen seit wir das Olympiagelände betreten hatten daher beschlossen wir als abschließenden Punkt dieses Tages gemütlich durch den Englischen Garten zu bummeln. Von außen wirkte alles ziemlich ruhig, als wir jedoch immer weiter ins Innere des Zier-Gartens kamen, hörten wir die Klänge von Trompeten und einer Tuba. Wir kannten das Highlight des Parks noch nicht und gingen daher den Klängen nach. Ja und da standen wir nun, vor einem Biergarten mitten im englischen Garten. Bierbrezn, Weißwürste, ... Abendlich trieb es uns in die Innenstadt von München. Wir parkten unser Auto ein Stück außerhalb und schlenderten gemütlich vorbei am „Kempinski“ und anderen Luxus-Hotels bis wir schließlich am Münchner Hofbräuhaus ankamen. Jedoch nahmen wir nicht im Hofbräuhaus Platz sondern nahmen gegenüber unser Essen zu uns. Schweinsbraten mit Sauerkraut und „a Hoibe“ – alles was das Herz begehrt. Nach dem Essen gingen wir noch durch verträumte Gässchen, vorbei am Rathaus, bis wir schließlich nach einer kleinen Runde wieder bei unserem Auto ankamen. Im Hotel fielen wir sofort in die weichen Kissen unseres Himmelbetts und freuten uns auf den bevorstehenden Tag in Leipzig. Tag 2: Als wir dann in den ehemaligen Gastank eintraten, präsentierte sich uns ein Meisterwerk. Man konnte im Kreis gehen und die Entwicklung von der Erstbesteigung bis heute an verfolgen, verschiedene Vitrinen mit Bergsteigerausrüstungen, Bildern von Everest Expeditionen und vieles mehr. Wir drehten erst einmal eine Runde bevor wir zum wahren Highlight der Ausstellung kamen. Inmitten des Gasometers befand sich ein 6 m hohes Podest und rundherum ein 360° Panoramabild mit Everest, Lothse, Khumbu Eisbruch und Basislager. Die technische wie auch künstlerische Herausforderung für Yadegar Asisi, besteht in der Übertragung der dreidimensionalen Wirklichkeit auf das 36 Meter hohe gekrümmte Rundbild. Um einen realistischen Eindruck zu erzielen, müssen Berglandschaft und Horizont perspektivisch verzerrt dargestellt werden. Der Stoffdruck basiert auf digitaler Airbrush-Technik, was natürlich einen Eindruck macht, als würde man auf 5.600 m im Basislager stehen. Durch die sowohl aufgehende als auch untergehende Sonne, das knirschende Eis, die kalten Temperaturen und die leisen Klänge des Soundtracks der Ausstellung bekam man doch glatt eine Gänsehaut. Ein großes Lob dem Veranstalter Yadegar Asisi der keine Mühen und Kosten gescheut hat um die Ausstellung zum 50-jährigen Jubiläum der Erstbesteigung durch Sir Edmund Hillary und seinem Sherpa Tensing Norgay, auf die Beine zu stellen. Perfekt! Nach ca. 3 Stunden Aufenthalt im Gasometer spazierten wir durch die Altstadt Leipzigs zurück zum Bahnhof wo wir in unserem Hochgeschwindigkeitszug Platz nahmen und 5 Stunden später geschafft von dem doch anstrengenden Tag, in München ankamen. Wolfgangs erster Gedanke war eigentlich: „Nächstes Jahr fliegen wir nach Nepal und machen einen Trip zum Basislager“. Es war ein traumhaftes Geburtstagsgeschenk von Christina und immer wieder denkt Wolfgang gerne an die Tage in Deutschland, besonders an den „Kurztrip nach Nepal“. Tag 3: Wolfgangs Bergsteigerherz schlägt heute noch schneller wenn er sich die Bilder vom Everest und seinen umliegenden 8.000ern vor Augen haltet. In diesem Sinne - Berg Heil!
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