Tag 2 - Fahrt zum Cape Reinga

Tag 10 - Marlborough Sounds, Abel Tasman NP

Tag 10 - Marlborough Sounds, Abel Tasman Nationalpark, Nelson Lakes Nationalpark

Picton
Queen Charlotte Sound
Cathedral in Nelson
Kaiteriteri im Abel Tasman NP
Schafe
Nelson Lakes Nationalpark
Farne

Es gibt nur ein Wort um das Wetter in Neuseeland zu beschreiben – wechselhaft. Und wir hatten auf der Südinsel das Gefühl, dass es hier noch stärker so ist, als auf der Nordinsel. Der erste Tag auf der Südinsel begann leicht bewölkt und was wirklich wechselhaft bedeutet, erfuhren wir in den nächsten Tagen.

Unsere Fahrt führte uns von Picton über den Queen Charlotte Drive durch die Marlborough Sounds. Der Queen Charlotte Drive ist eine „Alternativstraße“ zur Bundesstraße die ebenfalls nach Nelson führt. Landschaftlich ist der Queen Charlotte Drive mehr zu empfehlen. So führt er zuerst durch den Queen Charlotte Sound, später durch den Pelorus Sound. Diese Gegend wird auch „das kleine Stückchen Norwegen genannt“ und bildet quasi das Foyer zur Südinsel. Das Wasser ist achatgrün und scheint still zu stehen. Die Luft die man atmet tut derartig gut, dass man glauben könnte, man spürt zum 1. Mal was es heißt Frischluft zu atmen. Die Luft ist außerdem so klar dass so gut wie jedes Foto wunderschön wird. Also auch für Hobbyfotografen ist dieser „Fleck“ Erde etwas ganz Besonderes.

Wir fuhren weiter bis zum Städtchen Havelock. Ein kleines Fischerdorf welches 28 km westlich von Picton liegt. Von hier aus kann man per Boot den Pelorus Sound erkunden. Sei es mit einem Kanu, mit einem Fischerboot oder mit dem Postboot, welches die kleinen bewohnten Inseln des Sounds mit Havelock verbindet.

Ab hier wurde das Wetter leider stetig schlechter und schließlich begann es bei Nelson leicht zu nieseln. Nelson ist ein entzückendes kleines Städtchen mit kleinen Shops und versprüht eine sehr lockere und unkomplizierte Atmosphäre. Nelson ist normalerweise bekannt für sein schönes Wetter. So ist die Stadt mit 8 Sonnenstunden, der wetterbegünstigste Fleck in Neuseeland. Heute war dies leider nicht der Fall, doch damit muss man wie gesagt in Neuseeland immer wieder rechnen. Wir spazierten durch die kleinen Gässchen und kamen schließlich zum Ringschmied – Jens Hansen. Hier sind einige Ringe ausgestellt, die für den Film angefertigt wurden. Der „eine Ring“ ist allerdings im Museum beim Flughafen von Nelson ausgestellt.

Wir gingen noch zur Kirche, welche oberhalb auf einem Hügel liegt. Auch diese wirkt sehr mystisch mit ihren grauen Außenwänden. Majestätisch thront sie über Nelson. Das Wetter wurde zusehend schlechter und so verließen wir Nelson in Richtung Kaiteriteri. Dies ist zugleich der südliche Zugang des Abel Tasman Nationalpark. Auch dieser Park, der an der Nord-West Ecke der Südinsel liegt ist bekannt für seine vielen Sonnenstunden. Der Abel Tasman Nationalpark hat goldene Sandstrände und kristallklares Wasser. Auch hier ist es empfehlenswert ein Kanu zu nehmen oder über wunderschöne Wanderwege den Park zu erkunden. Leider war auch hier das Wetter nicht besser und irgendwie waren wir schon etwas verärgert. Andererseits dachten wir uns, dass wir schon so schöne Strände gesehen haben, dass dies nicht weiter tragisch war. Beim Mt. Cook oder Milford Sound wäre es weitaus schlimmer so ein Wetter zu haben. So verließen wir nach einem relativ kurzen Aufenthalt den Abel Tasman Nationalpark und fuhren südlich bis nach St. Arnaud. Dieses Dorf liegt im Nelson Lakes Nationalpark und eignet sich ideal für Wanderungen oder Tagestouren. Wir stellten unseren Camper am Kerr Bay Campground ab und spazierten lange durch die Wälder rund um den See. Der Nebel hing tief in den Bäumen und eine unglaublich mystische Stimmung umgab uns. Es war komplett ruhig und man hörte sogar die Vögel mit den Flügel schlagen. Am Abend kamen wir zurück zu unserem Camper und nun begann es auch so richtig zu schütten. Dies sollte sich auch am nächsten Tag nicht ändern. Das war jetzt unser zweiter Regentag in 2 Wochen, also nicht weiter tragisch. Welches Wetter wird uns dann aber an der West Coast oder bei den Gletschern empfangen? Lasst Euch überraschen.