Tag 2 - Fahrt zum Cape Reinga

Tag 12 - Westland NP, Haast Pass

Tag 12 - Westland Nationalpark (Heliflug, Franz-Josef-Glacier, Lake Matheson, Fox-Glacier), Haast Past

Morgen-stimmung Heliflug über Southern Alps Fox Glacier Mt. Cook Mt. Tasman Gletscher-spalten Gletscher-landung Franz Josef Glacier
               
Franz Josef Glacier Fox Glacier Fox Glacier Haast
Pass
Haast Pass Schafe Blick auf Mt. Sefton

Wie wir schon am Vortag erwähnt hatten, hatten wir nun endlich Glück mit dem Wetter. Wir stellten uns den Wecker auf 05:30 Uhr da wir zeitig Richtung Gletscher aufbrechen wollten. Die Natur zeigte sich in einer einzigartigen Pracht. Der Nebel überzog die Wiesen und Bäume, Spinnennetze waren mit Tau überzogen und glitzerten in der Sonne und die Luft war wohltuend. Als die Sonne über die Berge kam konnten wir hoch oben die ersten Gipfel der Southern Alps erkennen. Nach ca. 3 Stunden Fahrzeit, mit unzähligen Stopps, kamen wir schließlich in Franz Josef an, wo wir sofort unseren Heliflug buchten. Hierbei möchten wir erwähnen, dass das Wetter in dieser Region sehr schnell wechselt. So sollte man auf jeden Fall erst vor Ort buchen und auf keinen Fall schon von zu Hause aus. Wenn das Wetter passt dann nicht zögern und gleich buchen. Wir entschieden uns für "The Helicopter Line" und erkundigten uns noch kurz über die Wetterlage. Diese Frage wurde mit den Worten „It couldn´t be better...“ beantwortet und so war es für uns klar, dass wir gleich die größte Route, von den angebotenen, buchten. Aufs Geld sollte man bei dieser traumhaften Gegend auf keinen Fall schauen. Der große Flug kostete pro Person 350 NZD. Die kleineren Runden bewegen sich zwischen 140 – 280 NZD .

Eine Stunde nach unserer Buchung saßen wir schon in unserem Heli und machten uns auf den Weg in eisige Höhen. Anfangs ging es über den Urwald durch eine dünne Nebeldecke bis hinauf in die Schneeregionen, welche schon relativ niedrig beginnen. Wir überflogen den Fox- und Tasman Gletscher und unzählige weitere Gletscherzungen. Nach ca. 20 Minuten passierten wir in ca. 3500 m Höhe den Mt. Tasman und umflogen in weiterer Folge den Gipfel des Mt. Cook. Nun ging es etwas bergab, vorbei an tief verschneiten Gipfeln bis wir schließlich zu unserer Gletscherlandung ansetzten. Eine viertel Stunde konnten wir dann am Gletscher spazieren gehen und dann ging es, in erster Reihe sitzend, im Tieflug über den Franz Josef Gletscher. Nach weiteren 15 Minuten landeten wir schließlich wieder in Franz Josef. Dies war unser Flug in Kurzfassung. Insgesamt waren wir ca. 1 Stunde in der Luft und wir möchten diesen Flug allen von Herzen empfehlen. Das Gesehene ist schwer wieder zu geben. Hier möchten wir Euch wieder auf unsere Galerie verweisen.

Weiter ging es mit unserem Camper zum Franz Josef Gletscher. Dieser ist 10 km lang und endet, wie sein Gletscherzwilling der Fox Gletscher, nur knapp vor dem Meer. Zum Gletscher führt ein Wanderweg der mit gutem Schuhwerk bewältigt wird. Nach etwa 1,5 Stunden Gehzeit steht man vor einer ca. 60 m hohen Eiswand. Gigantisch. Da der Gletscher immer in Bewegung ist und immer wieder abbröckelt, sollte man nicht zu nah herangehen. Die Absperrung sollte hier ernst genommen werden. Ein ähnlicher Weg führt, ein Tal weiter, zum Fox Gletscher. Dieser war für uns noch etwas imposanter. Mit 13 km Länge ist er auch noch um 3 km länger als der Franz Josef Gletscher. Auch hier kann man wiederum fast bis zum Gletscher gehen, dann folgt eine Absperrung, die von allen brav eingehalten wird, da man unmittelbar davor steht. Man muss einfach immer daran denken, dass sich die beiden Gletscher in ständiger Bewegung befinden. Man kann abschließend nur sagen, ob vor oder hinter der Absperrung, die Gletscher waren ein Erlebnis sondergleichen. Zwischen Franz Josef und Fox Gletscher kann man noch zum Lake Matheson abzweigen und dort spazieren gehen. Hier spiegeln sich, vorausgesetzt es weht kein Wind, der Mt. Cook und Mt. Tasman im See. Ein tolles Fotomotiv, am Besten wohl zeitig in der Früh. Aber alleine der Weg zum Lake Matheson ist beeindruckend. Man wartete eigentlich nur auf den ersten Dinosaurier der in der üppigen Vegetation herumspaziert.

Es war mittlerweile Nachmittag geworden und wir setzten unsere Fahrt, die Westküste entlang, fort. Das Wetter hielt noch immer an und es schien die Sonne vom strahlend blauen Himmel. Schließlich führte uns unser Weg ins Landesinnere. Über den Haast Pass ging es über einen unberührten, von der wilden Natur geprägten Pass bis hin zu scheinbar unberührten Weiten. Viele Wasserfälle sind hier am Weg und durch kurze Fußmärsche zu erreichen. Im Abendrot leuchtete der Mt. Sefton und wir konnten die ersten Sterne am Himmel erkennen. Schließlich parkten wir im Makarara Wilderness Resort unseren Camper, wo wir auch zugleich nächtigten. Wie der Name schon sagt, übernächtigt man hier in einem Wildpark auf einem Bergsattel nach dem Haast Pass. Ein beeindruckender, unbeschreiblicher Tag ging zu Ende.