Tag 2 - Fahrt zum Cape Reinga

Tag 14 - Milford Sound

Tag 14 - Fjordland Nationalpark, Milford Sound

Morgen-stimmung Fahrt durch den Fjordland NP Lake Te Anau Fjordland NP Fjordland NP Keas
           
Red Boat Cruise Milford Sound alles fließt Tasman Sea Mirror Lakes  

Um 6 Uhr Früh starteten wir von Kingston aus Richtung Te Anau. Der Morgen begann sonnig und wir freuten uns auf den Fjordland National Park. Umso weiter wir allerdings Richtung Süden kamen, desto schlechter wurde das Wetter. Der Fjordland National Park ist die regenreichste Zone Neuseelands, dies nur am Rande. Um 11 Uhr erreichten wir Te Anau und frühstückten erst einmal, um gestärkt den letzten Weg in Angriff zu nehmen. Die meisten Touristen starten eine Tagestour von Queenstown aus. Mit ganz wenigen Zwischenstopps geht es in guten 5-7 Stunden, je nach Wetterlage, zum Milford Sound. Vorraussetzung für diesen Tagestrip ist ein zeitiges Verlassen und ein spätes Zurückkehren nach Queenstown. Auf der Strecke wurden wir mehr als ein dutzend Mal von Bussen überholt. Wieder ein Pluspunkt für unser Wohnmobil. Te Anau ist von Queenstown gesehen ca. die Hälfte der Strecke zum Milford Sound. Queenstown befindet sich, geographisch gesehen, fast auf einem Breitengrad mit dem Milford Sound. Jedoch gibt es keine Möglichkeit direkt hinzukommen. So muss man um die Bergketten herum fahren und gelangt so zum „8. Weltwunder“. Der Weg ab Te Anau ist sehr mühsam. Anfangs fährt man den Lake Te Anau entlang und gelangt schließlich in dichte Nadelwälder. Ab hier wird es sehr kurvig und teilweise steil. Die Buskolonnen tragen den Rest dazu bei. Am Weg passiert man den Lake Gunn, ein Abstecher zum See lohnt sich hier auf jeden Fall. Auch zum Campen ist dieser Platz perfekt. Unmittelbar nach dem Lake Gunn befinden sich die Mirror Lakes, zweifelsohne ein Blickfang. Wir machten hier allerdings erst am Rückweg Halt. Der Himmel war mittlerweile nicht mehr blau sonder grau. Der Nebel hing tief und es nieselte. Typisches Fjordland Wetter. Im Park gibt es immer wieder Parkplätze mit tollen Aussichten auf den Regenwald und die hochaufragenden Berge. Hier trifft man auf Keas, Bergpapageien. Vorsicht, sehr frech! Am Vortag fiel Schnee bis ins Mittelgebirge, sodass heute, bei etwas wärmeren Temperaturen, unzählige Wasserfälle von den Berggiganten flossen. Ein wundscherschöner Anblick. Man fühlt sich teilweise als würde man die Welt neu entdecken, da man hier wieder ein völlig konträres Landschaftsbild sieht – eine Landschaft die wir wiederum vorher noch nicht gesehen hatten. Man fühlt sich derartig klein inmitten der riesigen Berge. An Mystik kaum zu überbieten. Schließlich kamen wir zum Homer Tunnel. Der Homer Tunnel ist eine einspurige Röhre und wird mittels einer Ampel geregelt. Eine viertel Stunde muss man jeweils warten um den Tunnel zu passieren. Nach dem Tunnel geht es immer weiter bergab, tief in die Fjorde hinein. Ein Abstecher zu „The Chasm“ lohnt sich hier auf jeden Fall. Ein Fluss hat hier eine natürliche Brücke geformt und die Steine bizarr ausgewaschen. Ein Holzpfad führt durch den Urwald und ist in ca. 1 Stunde begangen.

Nun ging es zum eigentlich Highlight des Tages, dem Milford Sound. Der Sound ist trotz seiner abgelegenen Lage, der am leichtesten zu erreichende der 14 Fjorde. Am Milford Sound angekommen kann man entweder eine Bootstour oder auch einen Rundflug machen. Empfehlenswert ist es auf jeden Fall die Bootstour bereits von zu Hause zu buchen. Red Boot Cruises bieten tolle Touren an, die wir auch von Wien aus gebucht haben. Der Milford Sound ist ein von Gletschern geschaffenes Tal welches im Laufe der Zeit im Meer versank und nun als 8. Weltwunder gilt. Natürlich ist dies wieder relativ zu sehen, aber wir könnten uns das 8. Weltwunder sehr gut so vorstellen. Der Milford Sound ist sicherlich ein Touristenmagnet. Genießen kann man die ganze Atmosphäre besser wenn man Zeit hat, sprich flexibel ist. Zum Glück hatten wir Zeit und mussten so überhaupt nicht durch den Fjord hetzen. Um 13:30 Uhr hatten wir unsere Bootsfahrt gebucht und konnten den „Zeitplan“ locker einhalten. Die Bootstour ist nur schwer mit Worten zu beschreiben. Man fährt ganz langsam durch den Fjord. Wasserfälle fließen von den Bergen, der Mitre Peak thront über dem Fjord, in der Ferne erkennt man den Ausgang in die Tasmanische See, die Bowen Falls stürzen unermüdlich in die Tiefe, an Stimmung nicht zu überbieten. Das Beeindruckende am Milford Sound sind die über 1000 m hohen Felswände die den Fjord umgeben. Witzig ist auch das Wetter im Fjord. Fährt man durch den Sound gab es keine Chance auf einen blauen Fleck am Himmel, erreicht man aber nach ca. 1 Stunde die Mündung in die Tasmanische See, so reißen die Wolken auf und in kürzester Zeit ist es strahlend blau und die Sonne wärmt die erfrorenen Gesichter der Touristen. Nach 15 Minuten dreht das Schiff leider wieder um und kehrt in den Nebel zurück. Schließlich kamen wir nach 2 Stunden wieder zum Ausgangspunkt retour und machten uns auf den Rückweg.

Wir hielten noch bei den Mirror Lakes. Hier spiegelt sich so ziemlich alles was in der Landschaft steht. Die Seen sind nicht sehr tief und wahrscheinlich genau deshalb so „glatt“. Leider machten gerade ein paar Enten Ihre Nachmittagswäsche und erzeugten so ein paar kleine Wellen. Trotzdem konnten wir einige Spiegelbilder bewundern. Einen kleinen Schock mussten wir am Abend noch hinnehmen als wir bei einer Dump Station unseren Frischwassertank auffüllen wollten. Den Frischwasserschlauch hatten wir am Vortag in Kingston in die Sonne zum Trocknen gelegt. Dort ist dieser auch liegen geblieben. So mussten wir mehr oder weniger wieder nach Kingston zum Campground zurück, wo auch unser Schlauch noch immer lag. Der Tag war extrem lang aber extrem beeindruckend und jeden km wert.