Tag 2 - Fahrt zum Cape Reinga

Tag 4 - Coromandel

Tag 4 - Coromandel Halbinsel

Thames
Driving Creek Railway
dichter Wald
Cathedral
Cove
Cathedral
Cove
Hahei Beach

Um 7 Uhr früh wurden wir durch lautes Tropfen auf unserem Dach geweckt. Es schüttete wie aus Kübeln und wir hatten nicht viel Hoffnung für diesen Tag auf der Coromandel Halbinsel. Also erkundigten wir uns vorerst mal nach dem Wetterbericht. Dieser klang eigentlich sehr positiv und so beschlossen wir die Umrundung der Coromandel in Angriff zu nehmen. Die Coromandel Halbinsel ist bekannt für Ihre dicht bewaldeten Hügelketten, unberührten Strände und für herrliche Wanderwege. Viele Auckländer nutzen die Einsamkeit der Halbinsel um hierher Ruhe zu finden. Während des Goldrausches auf Coromandel 1867 bis 1907 wurde Gold im Wert von mehr als einer halben Milliarde Euro gefunden. Und angeblich soll der Boden dieses landschaftlichen Kleinods noch mehr als zehn Millionen Unzen Gold beherbergen.

Als wir Thames verließen konnten wir schon das Ende der Wolkenfront erkennen und gingen optimistisch in den Tag hinein. Die Straße im Norden der Coromandel Halbinsel ist sehr kurvenreich und man fährt fast durchgehend die Küste entlang. Uralte Bäume haben die Straße überwachsen, sodaß man des öfteren durch richtige Tunnel aus Bäumen fährt, was den Fahrspaß noch etwas steigert. Schließlich dreht die Straße nach Osten und man kommt zum Städtchen, welches den gleichen Namen trägt wie die Halbinsel - Coromandel. Von Coromandel Town aus gibt es mehrere Ausflugsmöglichkeiten. Wir entschlossen uns für die Driving Creek Railway, welche von Barry Brickell 1978 erbaut wurde. Damals wurde die Bahn dazu benutzt, Lehm aus dem Dschungel zu holen. Heute können Touristen mit der Bahn bis hinauf zur Aussichtsplattform – Eye Full Tower – durch den mit Kauri-Bäumen durchsetzten Wald fahren. Die Bahn ist sehr gut gebucht und es empfiehlt sich im voraus zu buchen oder zeitig zur Bahn zu fahren. Wir mussten 1:30 h warten verbrachten die Zeit mit Faulsein. Um 12:30 war es dann soweit und wir nahmen in der Schmalspurbahn Platz. Unmittelbar nach dem kleinen Bahnhof beginnt der Urwald. Die Bahn bietet Einblicke die man vorher wohl noch nicht gesehen hat. So kann man, während man über teilweise sehr hohe Brücken fährt, Riesenfarne von oben bewundern. Ähnlich wie im Waipoua Kauri Forest bietet sich dem Auge eine Vegetation wie sie wohl vor Millionen von Jahren ausgesehen haben muss. Immer wieder muss der Fahrer die Weichen umstellen, um die nächste Ebene zu erreichen. Die Fahrt führt doch Tunnel, über Brücken, durch Wege welche mit Flaschen und Autoreifen kunstvoll verziert sind, ehe man schließlich die „Bergstation“ erreicht, den Eye Full Tower. Ein Aussichtsturm hoch über Coromandel Town, von wo aus man atemberaubende Rundblicke genießen kann. Nach einem halbstündigen Aufenthalt fuhren wir wieder talwärts und gingen zurück zu unserem Camper. Schließlich überquerten wir die Coromandel Halbinsel um an der Ostküste wieder südlich zu fahren.

Bei Hahei stoppten wir wieder. Hier schmiegt sich der Hahei Beach zwischen 2 Klippen. Der Hahei Beach ist ein weißer Sandstrand mit einer traumhaften Wasserqualität. Hier hätten wir gerne eine 2-wöchige Pause eingelegt. Doch wir konnten nur kurz verweilen da wir zum nächsten Highlight der Coromandel wollten, der Cathedral Cove. Ein ca. 50-minütiger Fußweg führt die Klippen hinab. Wieder geht es unter Riesenfarnen durch bis man schließlich über eine steile Treppe zum Strand absteigt. Die Lage des Strandes ist umwerfend. Durch die Klippe hindurch kann man von einem Strand zum anderen wechseln. Dies ist zugleich die wunderschöne Cathedral Cove. Eine Höhle im Felsen welche zu einem berühmten Fotomotiv geworden ist. Bekanntlich muss man den Weg, den man hinunter gegangen war, auch wieder hinauf. Der Sand war in den Schuhen und so war es natürlich kein Wunder dass Wolfgang oben angekommen schon die erste Blase spürte. Zurück beim Camper fuhren wir noch einmal hinunter zum Hahei Beach um dort noch Ruhe zu finden und Kraft zu tanken.

Nach einem ereignisreichen Tag campten wir im Top 10 Holiday Park Whangamata. Wir ließen den Tag bei einer Tasse Kaffee noch einmal Revue passieren. Ein herrlicher Tag auf der Coromandel Halbinsel ging zu Ende.