Tag 2 - Fahrt zum Cape Reinga

Tag 8 - Waitomo Caves, Egmont NP

Tag 8 - Waitomo Caves, Egmont Nationalpark

Waitomo
Caves
grüne Hügeln
Westküste
Ebbe
am Fusse des Mt. Taranaki

In der Früh fuhren wir gleich zu den Waitomo Caves, welche nicht weit von unserem Campground entfernt waren. Es ist ratsam zeitig zu den Höhlen zu fahren, da ab ca. 10 Uhr die Reisebusse mit Pauschaltouristen ankommen. Also wenn zeitlich möglich dann gleich die erste Tour nehmen, um 9 Uhr. Wir waren ein kleine Gruppe mit 10 Personen die sich auf den Weg in die Höhle machte. Die Waitomo Caves sind Tropfsteinhöhlen, welche für Touristen einfach zugänglich sind. Anfangs geht es über etliche Stiegen tief in die Höhle hinein bis man schließlich in „The Cathedral“ kommt. Dieser ist stolze 24 m hoch und sehr beeindruckend. Einige Gesteinsformationen, mit dementsprechenden Namen wie Bob Marley, „Organ“, bekamen wir eindrucksvoll präsentiert. Von hier aus geht es weiter auf eine kleine Plattform, auf der gezeigt wird was hinter den „Glühwürmchen“ wirklich steckt. Von hier aus steigt man weitere Stiegen hinab bis man zu einer Art „Grotte“ kommt. Hier stiegen wir in ein kleines Boot und es wurde stockdunkel, sodass wir nicht einmal die eigene Hand vor Augen erkennen konnten. Nun zog uns unser Guide mittels Seilen, welche über die Felswände gespannt waren – durch die Höhle. Es war noch immer stockdunkel, bis wir ca. 10m vor uns Licht erkannten. Hier sahen wir die ersten Glühwürmchen. Umso weiter wir mit dem Boot fuhren desto mehr Glühwürmchen hingen von den Felswänden. Ein einzigartiges Erlebnis. In der Höhle ist natürlich Fotoverbot, wenngleich es sowieso nicht viel Sinn machen würde. Der Höhlenausgang ist quasi mitten im Urwald. Hier darf man dann auch fotografieren und filmen. Über einen kleinen Pfad gelangt man zurück zum Ausgangspunkt.

Als nächsten Stopp hatten wir den Mt. Taranaki geplant. Ein Vulkan mit 2518m Höhe der sich am äußersten Westzipfel der Nordinsel befindet. Dieser Berg hat uns immer wieder auf Bildern beeindruckt und so beschlossen wir ihn zu besuchen. Im Internet und auch in Reiseführern war uns aufgefallen, dass eigentlich kaum Touristen in den Mt. Egmont Nationalpark fahren. Nichts desto trotz machten wir uns auf den Weg und kamen im Park an. Wir zweigten von der Küstenstraße ab und nahmen quasi den Abschneider quer durch den Park. Wie sich später herausstellte wäre die Küstenstraße mit der Vorderansicht des Vulkans besser gewesen. Über den Vulkan legte sich ein Wolkenband welches sich nicht mehr verzog. Wir fuhren trotzdem bis hinauf zur Skistation, weiter kommt man mit dem Auto nicht. Wir konnten die Dörfer rund herum nicht mehr erkennen, so tief hingen wir im Nebel. Der Gipfel des Mt. Taranaki oder auch Mt. Egmont genannt, war natürlich tief in dunkle Wolken gehüllt. Der Frust saß tief und so kochten wir uns ein Paar Frust-Frankfurter. Wenigstens waren wir komplett alleine und konnten die unglaubliche Ruhe genießen. Man konnte fast meinen, dass man die Wolken ziehen hörte.

Nun ging es wieder abwärts und es wurde – wie könnte es auch anders sein – wieder heller und freundlicher. So fuhren wir zu unserem Tagesziel – Wanganui. Gemütlich schlenderten wir durch die freundliche Stadt und am Ufer des Flusses stellten wir unseren Camper ab. Am Top 10 Holiday Park Wanganui nächtigen wir unter einem riesigen Baum, fast ganz alleine. Dieser Tag war, wenn man es genau nimmt, ein „Verhau“. Wir haben eigentlich nur die Waitomo Caves gesehen. Den Rest des Tages sind wir fast nur gefahren, ohne etwas wirklich Beeindruckendes zu sehen. Nun fiel uns wieder ein, dass laut Informationen aus Internet und Reiseführer relativ wenig Touristen in die Gegend des Taranaki Nationalparks fuhren. Nun war uns klar wieso. Gerade bei der Fahrt nach Wanganui hinunter begann die Landschaft wieder abwechslungsreicher zu werden. Eine Alternative wäre hier direkt vom Tongariro Nationalpark Richtung Wanganui abzuzweigen, hier passiert man dann die Kreuzung nach Pipiriki Ausgangspunkt für Touren durch den Wanganui Nationalpark oder zur der „Bridge to Nowhere“, die sich im Nationalpark befindet. Laut Einheimischen ein unbedingtes Muss. Sollten wir wieder einmal nach Neuseeland kommen ist dieser Ausflug ein Fixpunkt für uns. Man kann auch eine Tour durch den Nationalpark von Wanganui aus buchen, man sollte dafür einen ganzen Tag rechnen.