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Tag 9 - Wanganui, Wellington, Überfahrt auf die Südinsel
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Durie Hill |
Wanganui |
Mt. Taranaki |
Wellington |
Lord of the Rings |
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Lord of the Rings |
Interislander Ferry |
Sonnen-untergang |
Marlborough Sounds |
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Wir starteten den Tag mit einem Besuch des Durie Hills. Ein Aussichtsberg am Rand des kleinen Städtchen. Der Aufstieg ist kostenlos und bei schönem Wetter immer geöffnet. Die Sonne lachte vom Himmel und es war ein herrlicher Tag mit einer traumhaften Morgenstimmung. Über eine steile Wendeltreppe gelangt man auf den Turm, welcher zum Gedenken an die Opfer des 1. Weltkrieges erbaut wurde. Oben angelangt kann man bei guter Fernsicht bis zum Tongariro Nationalpark blicken. Wir hatten das Glück und konnten den Mt. Ruapehu, auf welchem wir zwei Tage zuvor noch gestanden hatten, in der Ferne erkennen. Der schneebedeckte Gipfel des Vulkans schaut einfach toll aus mit dem azurblauen Himmel. Dreht man sich weiter nach links so thront in der Ebene der Mt. Taranaki, über welchen wir uns noch gestern so geärgert hatten. Heute war er komplett frei und wirkte majestätisch in der grünen Landschaft., deshalb noch einmal die Empfehlung, den Mt. Taranaki vielleicht nur vom Durie Hill aus zu betrachten. In der Früh hat man fast immer Glück. Das Panorama ist wunderschön und so können wir den Durie Hill Tower auf jeden Fall empfehlen.
Während unseren Fahrten durch die Nordinsel hatten wir phasenweise das Datum und die Uhrzeit vergessen – ein Gefühl dass wir noch in keinem Urlaub so stark hatten. Doch heute wussten wir, dass der 11. Januar 2006 war. Dies war der Tag, an dem unsere Fähre auf die Südinsel übersetzte. Um 18 Uhr mussten wir im Hafen von Wellington sein. Bis dahin hatten wir noch genügend Zeit und nutzten den Zeitpolster für ein paar Spaziergänge durch Wanganui. Nach einer Zeit packten wir uns zusammen und fuhren die Küstenstraße entlang bis nach Wellington. Rechts kann man Kapiti Island erkennen und unmittelbar danach geht es – ähnlich wie in San Francisco über einen Hügel – hinunter nach Wellington. Für Wellington selbst interessierten wir uns nicht so viel. Es war permanent windig und alles wirkte zu dem Zeitpunkt irgendwie recht grau und düster. Auf dem Stadtplan lasen wir Mt. Victoria und wussten das wir dies schon mal gelesen hatten. Ach ja, im Ian Brodie „Lord of the Rings“ Location Guide. So fuhren wir den Hafen entlang und bogen eher zufällig als gewollt in die Ellice Street ein. Da standen wir plötzlich vor dem Drehort zu „Dunharrow“. Die Ellice Street stellt auch noch den Drehort für mehrere „„Herr der Ringe““-Szenen dar. Da standen wir nun, obwohl wir gar nicht her wollten. Unser eigentliches Ziel war die Alexandra Road die quasi über den Mt. Victoria führt. Nach einigen Irrfahrten fanden wir endlich die gesuchte Straße und fuhren diese 1,2 km bergauf bis wir zu einer leichten Linkskurve kamen. Hier befindet sich ein Parkplatz. Zwei Wege führen in den mystischen, dunklen Wald. Anfangs nahmen wir den linken Weg und gingen weit hinein in den recht düsteren Wald. Nachdem wir bemerkt hatten, dass wir falsch unterwegs waren, probierten wir es mit dem rechten. Hier soll eine bekannte Szene aus dem Film gedreht worden sein. Der Mount Victoria ist sehr dicht bewaldet. Riesige Bäume reihen sich eng aneinander und man kann Wellington kaum bis gar nicht mehr erkennen. Noch dazu hat die Sonne wenig Chance durch die Baumwipfel zu dringen, was das Ganze auch noch recht dunkel macht. Da wir den Platz nicht fanden beschlossen wir aufzugeben. So fuhren wir ein Stück hinauf Richtung Aussichtspunkt. Da uns die „Niederlage“ aber keine Ruhe ließ und wir uns ärgerten, beschlossen wir noch einmal umzudrehen (Gott sei Dank!). Wir gingen noch einmal den rechten Weg hinunter in den Wald und nach einer leichten Rechtskurve teilte sich der Weg. Hier waren wir auch vorhin schon vorbeigekommen, aber waren nicht weitergegangen. Wir nahmen nun den rechten Pfad, der vor uns abzweigte und hatten im nächsten Moment die Szene vor unseren Augen. Hier wurde die Szene gedreht, in der die Hobbits durch den Wald marschieren und Pilze entdecken und unvorsichtig werden. Frodo steht dann mitten auf dem Weg und von der anderen Seite nähert sich der Nazgul. Nun versteckten sich die Hobbits unter der großen Wurzel eines Baumes. Dieser Baum befindet sich ca. 6 m den Hang hinauf. Natürlich war der Baum im Film nicht zur Gänze realistisch, denn an dieser Stelle befindet sich ein Felsen mit den Wurzeln eines Baumes überzogen. Der Felsvorsprung eignete sich ideal um darauf einen Baumstamm mit noch größeren Wurzeln (aus Gummi/Plastik) aufzustellen. Wir waren aber dennoch in keinster Weise desillusioniert. Wir waren froh den Ort gefunden zu haben. Es war hart erarbeitet.
Voller Freude fuhren wir noch hinauf auf den Aussichtspunkt um Wellington von oben zu betrachten. Danach ging es wieder hinunter zum Hafen und wir verließen mit unserer Fähre – Arahura / Interislander – die Nordinsel. Eine Stunde später war dies auch schon der Fall. Wir standen am Oberdeck im Freien und blickten traurig zurück. Wir verließen einen Platz an dem wir so beeindruckende Tage erleben durften, ein Ort an den wir wahrscheinlich nicht so schnell wieder zurück kommen werden .
Die Überfahrt ist auf jeden Fall am Tag zu empfehlen. Grund dafür ist die Einfahrt in die Marlborough Sounds der Südinsel, die man auf jeden Fall bei Tageslicht erleben sollte. Wir hatten die Abfahrt um 18 Uhr geplant und so wussten wir nicht genau ob sich alles wie geplant bei Tageslicht ausgehen wird. Nach 1 Stunde Fahrzeit verließen wir die letzten Buchten der Nordinsel. Eine Stunde nimmt dann die Fahrt durch die Cook Strait in Anspruch und eine weitere Stunde fährt man durch die Fjorde der Südinsel. Wir hatten Glück mit dem Licht und so durften wir die Marlborough Sounds in einer einzigartigen Stimmung, im Sonnenuntergang erleben. Das Wasser leuchtete violett, der Himmel war glutrot und die Berge wirkten wie mit einem gelben Schleier überzogen. Nach 3 Stunden Gesamtfahrzeit legten wir schließlich in Picton an. Gleich in der Nähe befindet sich ein netter Campground der auch bis 22 Uhr geöffnet hat.
Abschließend möchten wir noch sagen, dass es sicherlich unzählige weitere sehenswerte Orte auf der Nordinsel gibt. Leider hatten wir hierfür nicht die Zeit. Aber die Eindrücke die wir gewinnen konnten, die haben alles bisher Gesehene weit übertroffen.
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